Vorstand der Hospiz-Initiative wiedergewählt

In der Pandemie als Hospiz bestehen

Vorstand der Hospiz-Initiative wiedergewählt – Kompetente Verstärkung hinzugewonnen

In der Mitgliedersammlung der Hospiz-Initiative Schwerte e.V. wurden die Entwicklungen und Ergebnisse der vergangenen Jahre resümiert, mit einer überwiegend positiven Bewertung. Trotz der erheblichen Einschränkungen durch die Pandemie konnte Dank des Einsatzes der Belegschaft, Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen und guter fachlicher Beratung sichergestellt werden, dass im Hospiz alles für die Gäste und ihre Angehörigen getan werden konnte, um ein würdiges, selbstbestimmtes und begleitetes Lebensende zu gestalten. Ein Besuchsverbot wurde vermieden. Für 82 Gäste in 2020 und 93 Gäste in 2021 war das Hospiz der Ort, an dem die letzte Lebenszeit so gestaltet wurde, wie es den Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen entsprach. Jochen Bösel-Agel als 1. Vorsitzender bezeugte den Fachkräften im Haus am Alten Dortmunder Weg seinen ausdrücklichen Respekt für diese herausragende Leistung.

Von links: Brigitte Mittrop (Beirat), Carsten Schumacher (Beisitzer), Dr. Dorothee Koch (2. Vorsitzende, Jochen Bösel-Agel (1. Vorsitzender), Dr. Holger Felcht (Beisitzer), Helmut Bernhardt (Schatzmeister)

Gleichwohl musste Bösel-Agel auch Betrübliches vermelden. Die Ausfälle von Wohltätigkeitsveranstaltungen wie dem Hospizlauf, der Garten Eden-Aktion und dem Weihnachtsmarkt haben eine schmerzhafte Lücke bei den Spendeneinnahmen gerissen, die Schatzmeister Helmut Bernhardt auf mindestens 35.000,- € und mehr beziffert. Der ehrenamtliche Einsatz im Haus wurde durch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen stark eingeschränkt. Zudem mussten nahezu alle Veranstaltungsangebote der Hospiz-Akademie verschoben werden. „Zum Glück waren alle Referen:tinnen bereit, ihr Kommen für die Zeit nach der Pandemie zuzusagen“, berichtete Dr. Dorothee Koch, so dass für dieses und nächstes Jahr der Kalender gut gefüllt ist.

Dr. Holger Felcht zog eine erfolgreiche Bilanz der Arbeit des Palliativ- und Hospiznetzes, dem Zusammenschluss aller Akteure in diesem Feld in Schwerte. „Die Netz-Akteure haben beständig weitergearbeitet und ihren Austausch über Videokonferenzen organisiert, was sehr gut geklappt hat.“

Das bewegendste und dominanteste Thema der Versammlung war der Umbau des Hauses mit der Erweiterung auf 8 Plätze, einem Aufzug, neuen Nasszellen und einem Begegnungsraum. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts, das die Klage eines Nachbarn gegen die Baugenehmigung abgelehnt hat, erfolgte der Spatenstich am 01. Oktober letzten Jahres. Seitdem wird gebaut. „Natürlich ist ein Umbau im laufenden Betrieb eine Belastung“, erklärte Marion Otremba als Geschäftsführerin des Hospizes. „Durch gute Planung, viel Information und kooperative Handwerker bekommen wir die aufkommenden Schwierigkeiten aber gut in den Griff.“ Da mit dem Bauvorhaben die Investitionssumme von 1,3 – 1,4 Mill. Euro verbunden ist, war das Interesse an der Finanzierung natürlich groß. Der Schatzmeister konnte hierzu Positives berichten. „Wir haben eine gute Mischung aus Eigenmitteln und Darlehen gefunden und bauen zusätzlich auf die breite Unterstützungs- und Spendenbereitschaft der Schwerter Stadtgesellschaft, die wir schon lange vorfinden und die wir auch heute schon spüren.“

Bei den Vorstandswahlen trat der amtierende Vorstand vollständig wieder an. Mit dem Apotheker Carsten Schumacher, der schon viel Erfahrung in der Hospiz- und Palliativarbeit sammeln konnte, erweiterte sich der Vorstandskreis um einen kompetenten Mitstreiter. Die Wahl aller Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte einstimmig für weitere 2 Jahre.